
Kölner Haie gleichen gegen den ERC Ingolstadt in der Halbfinalserie aus
Die Kölner Haie bezwingen den ERC Ingolstadt im zweiten Spiel der Halbfinal-Serie mit 5:2 und gleichen die Serie im „best of seven“-Modus zum 1:1 aus. Maxi Kammerer trifft bei einer starken Mannschaftsleistung vor ausverkaufter Arena doppelt, Alexandre Grenier gleich dreifach.
Kölner Haie gleichen gegen den ERC Ingolstadt in der Halbfinalserie aus
Der erste Abschnitt
Die erste Chance des Spiels gehörte den Ingolstädtern, denen die ersten zehn Minuten der Partie gehörten. Myles Powell tauchte vor Julius Hudacek auf und scheiterte knapp. Die Haie kamen von Minute zu Minute gegen spielstarke und selbstbewusst auftretende Ingolstädter besser in die Partie und konnten nach sieben Minuten die erste Großchance erspielen. Gregor MacLeod und Justin Schütz fuhren nach einem Pass Alexandre Greniers einen schönen Konter.
Gregor MacLeod wollte im Slot zum einschussbereiten Justin Schütz passen, doch Ingolstadts Nationalspieler Leon Hüttl verteidigte die Szene stark, in dem er sich quer aufs Eis legte und so den Pass verhinderte. Ein paar Minuten später hatte Juhani Tyrväinen freie Bahn Richtung Christian Heljanko im ERC-Tor, traf mit seinem Abschluss aber nur den Pfosten. Da auch Josh Curries Abschluss stark von Christian Heljanko pariert wurde und die Haie defensiv immeer sicherer wurden, ging es torlos in die erste Drittelpause.
Das Mitteldrittel
Kurz nach Start des zweiten Drittels konnten die Haie sich dann mit dem ersten Treffer in der Serie belohnen. Maxi Kammerer netzte nach Vorarbeit von Frederik Storm und Brady Austin zur Führung für de Haie ein. Ingolstadt hatte durch Kenny Agostino nur fünf Minuten später die richtige Antwort und glichen zum 1:1 aus.
Ingolstadt bekam danach eine Strafe zugesprochen, was die Haie zur erneuten Führung nutzen konnten. Nachdem es zunächst so aussah, als würde Gregor MacLeod die Scheibe in der ERC-Zone verlieren, holte er sie sich zurück. Anschließend schaltete er blitzschnell und setzte Alexandre Grenier ein, der direkt abzog und Christian Heljanko zum 2:1 in der 30. Spielminute überwand. Die Haie blieben in dieser Phase gut im Spiel und konnten fünf Minuten nach der Führung nachlegen. Maxi Kammerer zog von links einfach mal ab und profitierte bei seinem Schuss von einer kleinen Unachtsamkeit des ansonsten starken Christian Heljankos, der die Scheibe nicht entscheidend abwehren konnte. Mit dem 3:1 ging es in die zweite Drittelpause.
Die letzten 20 Minuten
Beide Teams schenkten sich vor einer stimmungsvollen Kulisse weiter nichts. Bis zur 51. Minute sollte kein weiteres Tor fallen, dann waren es die Ingolstädter, die einen schönen Spielzug zum Anschluss nutzten. Austen Keating verwerte ein starkes Zuspiel durch den Slot am zweiten Pfosten zum 3:2. Nachdem Gästetrainer Mark French seinen Torhüter für einen Feldspieler vom Eis nahm, traf Alexandre Grenier binnen 19 Sekunden erst zum 4:2 und dann zum 5:2 in der 57. Minute. Dabei bliebâs, sodass die Haie das zweite Duell in der Halbfinal-Serie mit 5:2 für sich entscheiden konnten. Dadurch steht es in der Serie nun 1:1.
Die Kölner Haie bezwingen den ERC Ingolstadt im zweiten Spiel der Halbfinal-Serie mit 5:2 und gleichen die Serie im „best of seven“-Modus zum 1:1 aus. Maxi Kammerer trifft bei einer starken Mannschaftsleistung vor ausverkaufter Arena doppelt, Alexandre Grenier gleich dreifach.
Stimmen:
Kari Jalonen (Köln): “Was sind Playoffs? Die größte Frage ist, wie man nach Siegen oder Niederlagen reagiert. Nach dem Spiel am Mittwoch haben wir heute richtig reagiert – wir haben gemerkt, wie die Ingolstädter spielen und haben uns gut darauf eingestellt. Das war der Schlüssel zum Sieg. Wir haben zuletzt gut zuhause gespielt. Das Gefühl in der Kabine, auf dem Eis und mit unseren Fans trägt uns, dennoch ist es nun wieder eine Frage, richtig zu reagieren. Das müssen wir für Sonntag zeigen.”
Maxi Kammerer (Köln): “Wir wollten eine Reaktion auf das erste Spiel zeigen. Wir sind gut ins Spiel gekommen und waren von Anfang an da. Über 60 Minuten haben wir uns den Sieg erkämpft. Ich freue mich extrem, dass ich mit meinen Toren der Mannschaft helfen konnte. Jetzt gilt es schnell zu regenerieren und am Sonntag in Ingolstadt an Spiel 2 anzuknüpfen.”
Bericht von: Udo Giesen | Foto: Ingo Winkelmann
Eishockey-Online Network




